Herr, ich habe lieb die Stätte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre wohnt! (Psalm 26, 8) Evangelische Kirchengemeinde St. Petri - St. Marien

St.Marienkirche


Öffnungszeiten der Marienkirche
täglich 10.00 bis 18.00 Uhr.

Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass eine Besichtigung der St.Marienkirche während der Gottesdienste und Konzert nur eingeschränkt oder nicht möglich ist. Vielen Dank!

Kircheneintrittsstelle
St. Marienkirche, Dienstag 16.00 bis 18.00 Uhr

Citykirche St.Marien

St. Marien versteht sich als Citykirche. Stadtkirchenarbeit oder, wie es auch heißt, Citykirchenarbeit, meint ein über die Ortsgemeinde hinausreichendes, auf die Stadt und all ihre Bewohner ausgerichtetes öffentliches Handeln der Kirche. Seinen zentralen Bezugs- und Ausgangspunkt besitzt dieser Dienst in einer Innenstadtkirche oder Citykirche. Diese befindet sich in der Stadtmitte, strahlt vom Gebäude her öffentlich aus – was ihr Alter betrifft, ihre ästhetische Anmutung und die symbolische Bedeutung. Außer von der Ortsgemeinde wird sie auch von der Stadt und anderen kirchlichen Institutionen und Gruppen wahrgenommen und genutzt.
Citykirchen sind begehbare Glaubenswelten, die die Erinnerung an die Botschaft Jesu tag täglich wach halten. Sie sind Herbergen für die überhörten und verdrängten Menschen unserer Zeit. Sie sind öffentliches Schaufenster und Foyer der Kirche mitten in der Gesellschaft. Ihnen kommt eine Scharnierfunktion zwischen den Ortsgemeinden und den Menschen und Lebensbereichen zu, die über den Wohnort nicht mehr erreicht werden. Sie bieten den verlorenen Sehnsüchten und den suchenden Seelen unserer Tage, Raum.

Geschichte

Die St. Marienkirche wurde im Zusammenhang mit der ersten mittelalterlichen Stadterweiterung Berlins nach 1250 als Pfarrkirche für die Neustadt konzipiert. Sie ist neben der wieder errichteten Nikolaikirche, der Ruine der Franziskanerklosterkirche und der Kapelle des Heiliggeisthospitals ein bedeutendes bauliches Zeugnis der frühen Stadtgeschichte. Als einziges dieser Bauwerke wird St. Marien ihrer ursprünglichen Bestimmung gemäß als Kirche genutzt.
Die dreischiffige gotische Hallenkirche erfuhr eine entscheidende Umgestaltung in der Barockzeit, als mit dem Einbau der Kanzel durch Andreas Schlüter die Kirche den Charakter eines Predigtsaales erhalten sollte. Die Symbolik des gotischen Raumes wich funktionalen Erwägungen.
Im Sinne einer Rückwendung zur Gotik ordnete H. Blankenstein in den Jahren 1893/94 schließlich umfangreiche Baumaßnahmen an, die maßgeblich zum heutigen Erscheinungsbild der Kirche beitrugen (Außenfassade der Südanbauten, Orgelempore, Fußboden etc.).